Ausgezeichnet!

Bereits zum dritten Mal in Folge wurde uns von FOCUS-MONEY, Ausgabe 18/2017, der Titel TOP-Steuerberater verliehen. Diese wiederholte Auszeichnung ist uns Freude und Ansporn zugleich, weiter – zusammen mit Ihnen – am Steuerbüro Zukunft zu arbeiten.

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Edelmann Express 2/2017

Edelmann Express 1/2017

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Ganz privat

Es ist nicht alles Latte Macchiato

 

Montag, 1. Juli 2013 – 2.45 h 

Es ist mein erster Tag in Elternzeit – und schon wacht mein Kleiner auf. Ich bin dran – Sandra – meine Frau – darf weiterschlafen. Also stehe ich auf und schaue, was Ben braucht. Er hat Durst, bekommt einen großen Schluck Wasser und seinen Schnuller. Kurzes Lächeln, er dreht sich um und schläft tief und fest weiter. Ich gehe auch zurück ins Bett – bleibe allerdings bis kurz nach 4 Uhr wach.

Trotzdem stehe ich um 7 Uhr auf – schließlich „muss" ich das Frühstück für uns drei machen. Ben bekommt regelmäßig ein Müsli aus Bananen, O-Saft, Haferflocken und Joghurt.

Zugegeben, nach dem Frühstück bin ich, wohl wegen des Saubermachens, schon wieder etwas müde. Nur blöd, dass Ben noch fit ist. Gegen 11 Uhr wird er dann aber auch müde und ich denke „super – jetzt legst Du kurz die Füße hoch". Dann fällt mir aber ein, dass das Mittagessen ja auch noch gekocht werden will. Also bereite ich Nudeln und selbstgemachtes Pesto vor – mein neuer Chef mag es schließlich nicht, wenn man ihn auf das Essen warten lässt. Mittags unternehmen wir beide noch einen Spaziergang zum Spielplatz.

Gegen 17 Uhr schaue ich das erste Mal auf die Uhr – wann wohl Sandra von der Arbeit kommen wird? Um 17.10 Uhr mache ich mir sorgen. 17.15 Uhr – wo bleibt sie? 17.30 Uhr – ich kann nicht mehr!!! 17.45 Uhr – Sandra kommt nach Hause – „Wo warst Du denn so lange?" ist meine Begrüßung. Am Ende meiner Elternzeit werde ich sagen „Ich verstehe Dich jetzt ein wenig besser!"

 

Die Wochen im Zeitraffer

Ich frage mich immer noch, warum es Elternzeit heißt?!?! Viel Zeit bleibt für mich selbst auch bei der besten Organisation nicht! Die übernimmt nämlich Ben für mich – wenn er nicht will, kann ich mich leider nicht durchsetzen. Das ist am Anfang ziemlich doof, nachdem ich mich aber damit arrangiert habe, kann ich damit gelassener umgehen. Ben bestimmt ab sofort unser Tempo! Und es ist schön – einfach mal die Zeit verstreichen lassen, den „Zeitdruck" ignorieren und auch mal irgendwohin zu spät kommen dürfen (ich hab ja ´ne prima Entschuldigung).

Mit dem Wetter haben wir Glück – manchmal ist es uns aber gerade am Nachmittag zu heiß, dann bleiben wir in der Wohnung oder planschen auf dem Balkon. Vormittags unternehmen wir oft eine Fahrradtour. Zwischenzeitlich sind wir schon ein recht gutes Team und ich kann gut einschätzen, was er will – Essen, Trinken oder Schlafen. Wenn Sandra abends nach Hause kommt frage ich manchmal „Was, schon so spät?".

Die schönen Tage werden aber durch zwei Impftermine getrübt. Als Ben nach der Spritze das Weinen anfängt, sage ich ihm gleich, „Das war die Tante Doktor – der Papa kann nichts dafür und wollte das auch nicht!". Ehrlich gesagt bin ich für das Impfen nicht geeignet, dazu braucht es einen starken Charakter – also geht nun Sandra wieder!

 

Sonntag, 4. August 2013 

Seit einiger Zeit läuft Ben an der Hand und manchmal um den Wohnzimmertisch herum, an dem er sich gut festhalten kann. Aber heute ist alles anders… Sandra sitzt im Esszimmer und bastelt die Menükarten für unsere Hochzeit. Ich bin im Wohnzimmer und lese. Ben spielt in seinem Kinderzimmer mit einem Stofftier. Plötzlich läuft er los und fängt das Lachen an, weil es funktioniert. Er schafft bestimmt 5 Meter, wenn nicht noch viel mehr! Wir sind so stolz – und freuen uns riesig, dass wir beide dabei waren!!!

 

Die Wochen im Zeitraffer

Ben läuft nun immer öfter – ach, es war so schön, als er noch gekrabbelt ist. Nun renne ich den ganzen Tag hinter ihm her und habe ein weiteres Kilo abgenommen. Da wir ab 13. August im Urlaub sind, haben wir viel Zeit, mit Ben das Laufen zu üben. Strand mag Ben nicht so gerne – keine Ahnung warum. Aber im Pool in seinem Schwimm-Flugzeug zu sitzen, das gefällt ihm richtig gut.

 

Ich bin froh, dass ich mich getraut habe, die Elternzeit zu nehmen und mich den damit verbundenen privaten und beruflichen Herausforderungen zu stellen. Die beruflichen Herausforderungen konnte ich insbesondere durch das Engagement und die Einsatzbereitschaft meiner Mitarbeiter stemmen. Euch gilt mein herzlicher Dank!

Und obwohl ich wenig Zeit für mich hatte, hat mir die Zeit mit Ben gut getan. Und dafür danke ich auch Ihnen!

Viele Grüße, Ihr

 

Bernd Edelmann